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Blähungen sind unangenehm und ab und zu sogar schmerzhaft, jedoch völlig normal. Während des gewöhnlichen Verdauungsvorgangs entsteht nämlich immer etwas Luft, und der Bauch wölbt sich nach dem Essen leicht nach aussen. Zu viel Luft hingegen kann ein unangenehmes Völlegefühl, Blähungen und Krämpfe auslösen.

Die Gründe für die Luft im Bauch sind vielfältig. Man muss aber nicht immer direkt von einer Lebensmittelunverträglichkeit ausgehen, oft sind es nämlich simple kleine "Fehler" im Alltag, die den Blähbauch verursachen. Das sind die häufigsten Auslöser:

Fehler 1: Zu schnell essen

Kauen ist die halbe Miete! Isst du nämlich zu schnell, schluckst du zu viel Luft. Das Essen gründlich zu kauen, verhindert einerseits, dass zu viel Luft zusammen mit der Nahrung in den Körper gelangt – was bereits eine mögliche Ursache für unangenehme Blähungen sein kann. Andererseits aktivierst du beim gründlichen Kauen die im Speichel enthaltenen Verdauungsenzyme, die die Stärke in Pasta, Kartoffeln, Brot und Reis bereits grob zerlegen. Das trägt nicht nur zu einer guten Verdauung bei, sondern du wirst auch schneller satt. Es werden also keine allzu grossen Portionen mehr gegessen, und du schulst deine Wahrnehmung, dass sie sich wieder auf das natürliche Sättigungsgefühl richtet. Wer ausreichend kaut, spart so unnötige Kilokalorien!

Fehler 2: Ablenkung beim Essen

Wer sich beim Essen durch Chatten, Arbeiten, Instagram und Netflix ablenken lässt, riskiert die Entstehung von Blähungen. Konzentrierst du dich aber auf dein Essen, so dass du deine Mahlzeit bewusst sehen, riechen und schmecken kannst, stimuliert dies bereits die Ausschüttung von Verdauungsenzymen. Magen und Darm sind also somit bereit, ihre Arbeit bestmöglich aufzunehmen. Ein weiterer Pluspunkt für das bewusste Essen: Du spürst, wenn du satt bist. Auch das wirkt sich wiederum positiv auf deine Kalorienbilanz aus.

Fehler 3: Fehlende Nahrungsfasern

Ballaststoffe regen die Verdauung an und sorgen für eine gesunde Darmflora. Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte liefern unverdauliche Ballaststoffe, die für eine geregelte Verdauung sorgen. Werden über einen längeren Zeitraum hinweg zu wenig Nahrungsfasern gegessen, kann dies zu Verstopfungen und Blähungen führen. Dem kannst du entgegenwirken, indem du täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst isst und dazu auch regelmässig Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen und Vollkornprodukte in deinen Speiseplan einbaust.

Fehler 4: Mangelnde Flüssigkeitszufuhr

Zu den häufigsten Ursachen für Blähungen gehört eine mangelnde Flüssigkeitszufuhr. Das bringt die Verdauung stark ins Stocken. Wasser, ungesüsster Kräutertee oder stark verdünnte Gemüse- und Obstsäfte sind für die Verdauung und den Stoffwechsel besonders wichtig. Auch Suppen, Milch und feste Nahrungsmittel mit hohem Wassergehalt (wie Gemüse und Früchte) liefern dem Körper Flüssigkeit. Mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser solltest du täglich trinken. Deine Verdauung kommt durch reichlich Flüssigkeit in Schwung, und damit verhinderst du verstopfungsbedingte Blähungen. Auch dein Konzentrationsvermögen und deine Haut profitieren. Achte darauf, die Flüssigkeitszufuhr über den Tag zu verteilen. Achte auch darauf, wann du trinkst. Bei einigen kann es zum Beispiel Blähungen verursachen, wenn sie zum Essen trinken. Besser ist es, eine halbe Stunde vor der Mahlzeit ein grosses Glas Wasser zu trinken. So verfügt der Körper über ausreichend Flüssigkeit zur Produktion der Verdauungssäfte. Kohlensäurehaltige und zuckerhaltige Getränke sowie Kaffee und Alkohol sollte man möglichst meiden.

Fehler 5: Lebensmittelunverträglichkeiten

Lebensmittelunverträglichkeiten sind natürlich nicht dein Fehler, sondern eher ein Systemfehler. Wenn du trotz allen Bemühungen nach dem Essen an starken Blähungen leidest, solltest du zum Arzt gehen. Verschiedene Lebensmittel können eine Unverträglichkeit verursachen, die sich mit Blähungen, Bauchkrämpfen, Durchfall, Übelkeit oder anderen Symptomen bemerkbar machen. Wichtig ist, dass du nicht zur Selbsthilfe greifst und beginnst, auf Obst, Milchprodukte oder Gluten zu verzichten. Auch ein Schnelltest aus dem Internet liefert kein sicheres Ergebnis. Der Arzt hingegen kann deine Symptome richtig einordnen und die nötigen Untersuchungen veranlassen.
Falls du eine Laktoseintoleranz bei dir vermutest, findest du hier nützliche Informationen

Wenn du die oben genannten Tipps umsetzt, solltest du merken, dass Blähungen nach dem Essen eine Seltenheit werden. Neben der Ernährung spielt auch eine gute Work-Life-Balance eine wichtige Rolle. Vermeide Stress, bewege dich viel, aber gönne deinem Körper auch die nötige Ruhe zur Erholung. Ausserdem stellt die Natur einen breiten Fundus an pflanzlichen Mitteln zur Verfügung, die bei zu viel Luft im Magen schnell Linderung verschaffen können. Gönne dir also des Öfteren einen Fenchel-, Kamillen-, Anis- oder Ingwertee nach dem Essen.

Martha W.
04. Mär 2019

Vielen herzlichen Dank für die guten Ratschläge. Werde sie in Zukunft befolgen.

StadtLand-Redaktion

Liebe Martha
Danke für dein Feedback. Viel Erfolg beim Umsetzten der Tipps.
Herzlichst, Muriel 

Gilly H.
04. Mär 2019
Danke

Wenn man die Ratschläge befolgt verringern sich die Beschwerden - kann aus eigene r Erfahrung sprechen - nur bei der LaktoseIntoleranz (ärztlich festgestellt) muss ich aufpassen. Danke

StadtLand-Redaktion

Danke für dein Kommentar, Gilly. Zur Laktoseintoleranz habe ich nützliche Informationen verlinkt, damit auch Du ohne Verzicht laktosefrei kochen und in Genuss kommen kannst.
Herzliche Grüsse, Muriel 

elisabeth h.
09. Jul 2019

das sind jetzt mal durchführbare Tips!vielen Dank

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