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DNA-Herkunfts-Check – davon hatte ich noch nie etwas gehört. Aber nach einigen Stunden des Einlesens war ich ziemlich fasziniert: So was gibt es und diese Mühe macht sich wirklich jemand? Wow. Ich versuche, euch das Ganze einmal zu erklären.

Warum eigentlich Schweizer Fleisch kaufen?

Zuerst einmal: Weshalb soll man überhaupt darauf achten, woher das Fleisch stammt, das man isst? Vielen geht es wohl so, dass sie, wenn sie vor dem Regal stehen und die Preise vergleichen, einfach zum günstigeren greifen. Aber hebt sich Schweizer Fleisch überhaupt vom importierten ab? Absolut! Denn die Schweiz ist in vielen Punkten ein Sonderfall: Im Vergleich zu allen anderen Ländern haben wir beispielsweise viel strengere Vorschriften, was die Haltungsbedingungen von Tieren angeht. Der Platz, der einem Tier hier zur Verfügung steht, ist grosszügig berechnet. Hinzu kommt, dass in der Schweiz die Tierhaltung auf Familienbetriebe ausgerichtet ist. Die Zahlen sind überschaubar. Natürlich kann nicht alles "Gräsliweid" und heile Heidiwelt sein: Aber es ist trotzdem gut zu wissen, dass in der Schweiz die kleinen Betriebe noch immer überwiegen. Das erlaubt auch eine gewisse Beziehung zum Tier.

Einerseits hebt sich Schweizer Fleisch also durch die Haltungsbedingungen der Tiere ab. Andererseits zeichnet es sich auch dadurch aus, dass unseren Tieren seit 20 Jahren keine antimikrobiellen Wachstumsförderer (das heisst wirklich so) gefüttert werden dürfen. Auch Hormone sind verboten, was definitiv nicht überall auf der Welt selbstverständlich ist … Somit ist eigentlich klar: Es gibt viele gute Gründe, beim Fleischkauf darauf zu achten, dass das Fleisch aus der Schweiz stammt. Aber wie kann man das denn nun garantieren?

Was ist der DNA-Herkunfts-Check genau?

Hier kommen wir zum DNA-Herkunfts-Check. Dieses Programm wurde von Proviande 2018 ins Leben gerufen. Und kein Scherz: Das gibt es wirklich! Hier findet ihr ein kurzes Video, welches das Ganze ziemlich einfach erklärt:

Video: der DNA-Herkunfts-Check kurz erklärt

Beim DNA-Herkunfts-Check geht es darum, dass man ein Stück Fleisch, das mit Herkunft Schweiz deklariert ist, bis zum Ursprungshof zurückverfolgen kann. Das gibt einerseits dem Konsumenten Sicherheit, dass er für ein Produkt bezahlt, von dem er auch wirklich einen Mehrwert erhält, andererseits auch den Produzenten, denn sie werden nicht übers Ohr gehauen durch Produkte von jenen, die sich vielleicht mit "Swissness" brüsten wollen, obwohl es gar nicht stimmt. Aber wie funktioniert das überhaupt? Ist das nicht ein Riesenaufwand?

Die drei Schritte des DNA-Herkunfts-Checks:

  1. Erfassen der DNA-Proben: In einem ersten Schritt wird beim Schlachtbetrieb von jedem Tier eine DNA-Probe genommen. Diese wird zusammen mit der jeweiligen Ohrmarkennummer des Tieres in einer zentralen Datenbank erfasst. So weiss man, von welchem Tier diese DNA stammt und auch auf welchem Hof dieses Tier aufgewachsen ist.
     
  2. Markt-Monitoring: Um nun zu überprüfen, ob das verkaufte Fleisch wirklich aus der Schweiz stammt, kauft Proviande schweizweit Stichproben von Fleisch und Fleischprodukten im Detail- und Grosshandel, in Fleischfachgeschäften und Gastrobetrieben. Diese Stichproben werden ins Labor gesandt, wo bereits die DNA-Proben aus den Schlachtbetrieben in einem zentralen System erfasst werden. Für jede Probe wird nun ein DNA-Profil erstellt. In der zentralen Datenbank wird das Profil der Stichprobe mit den Referenzproben der Tiere verglichen.
     
  3. Abgleich der Proben: Passen zwei Profile zusammen, spricht man von einem "Match". Das heisst, die Stichprobe aus dem Verkauf kann direkt mit einem Tier verbunden werden, das in der Schweiz aufgewachsen war. Die Herkunft des Fleisches ist also bewiesen. Gibt es keine Übereinstimmung, spricht man von einem "No Match" und man muss der Sache auf den Grund gehen.

 

Bis das System vollumfänglich etabliert ist und wirklich jedes Tier im Schlachtbetrieb getestet werden kann, gibt es wohl noch einige "No Matches". Aber sobald die Beprobung vollumfänglich ist, kann wirklich für jedes Fleisch und Fleischprodukt, das verkauft wird, garantiert werden, dass es aus der Schweiz stammt. Faszinierend, nicht? Also ich war "mind blown". Was haltet ihr davon? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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