Die Schweiz ist weltweit bekannt für ihre Hart- und Halbhartkäse. Diese sind bis heute die typischen Aushängeschilder. Worauf bei der Qualität von Schweizer Käse besonders geachtet wird, erfährst du hier.
Ähnlich den Schweizer Uhren ist Schweizer Käse gelebte Präzision und Zuverlässigkeit. Handwerkliches Können und Leidenschaft sowie strenge Vorschriften und Kontrollen stehen für typische Schweizer Qualität. Und genau dafür ist Schweizer Käse auf der ganzen Welt beliebt und geschätzt.
Unser Schweizer Käse stammt von dort, wo wir zu Hause sind. Er steht synonym für einzigartigen Geschmack, überraschende Vielfalt und unerreichte Qualität. Schweizer Käse wird ausschliesslich aus Schweizer Rohstoffen hergestellt. Die Milch wird naturnah und nachhaltig produziert. Hast du gewusst, dass fast 50% der Schweizer Milch zu Käse weiterverarbeitet wird? Für die Herstellung von Käse werden der frischen Milch ausschliesslich Lab sowie Schweizer Bakterienkulturen beigegeben. Übrigens: Gentechnisch hergestelltes Lab wird in der Schweiz nicht eingesetzt.
Schweizer Käse stammt also von A bis Z aus der Schweiz: von der Milch über die Herstellung bis hin zu Pflege und Reifung. Und das ist schon immer so. Lange, bevor die Gesetzgebung die Swissness definiert hat. Falls du dich für die einzelnen Arbeitsschritte in der Käseproduktion interessierst, hier findest du das Herstellungsverfahren Schritt für Schritt.
Viele Anforderungen an Lebensmittel tierischer Herkunft werden durch die schweizerische Lebensmittelverordnung festgelegt. Darüber hinaus sind Produktionsrichtlinien, Kontrollen und Umwelt- sowie Hygieneauflagen sehr streng. So steht Schweizer Käse für Qualität und Genuss. Und das ohne Zusatzstoffe. Denn die Schweizer Käsebranche verzichtet freiwillig auf eigentlich erlaubte Farbstoffe oder Konservierungsmittel.
Aber auch die Schweizer Tierschutzgesetze gehören weltweit zu den strengsten. Eine artgerechte Haltung der Milchkühe ist dabei Standard. Dazu gehören unter anderem regelmässiger Auslauf, genügend Platz und gute Bedingungen im Stall. Weiter ist auch die natürliche, heimische Fütterung, je nach Jahreszeit mit frischem Gras oder hochwertigem Heu, geregelt. Ideale Voraussetzung also für gute Milch, die zu bestem Schweizer Käse weiterverarbeitet wird.
Mit den Labels AOP und IGP wurden zwei Qualitätssiegel geschaffen, die höchste Herkunfts-, Verfahrens- und Qualitätsstandards garantieren. Die AOP-Qualitätsprodukte stehen für Tradition und Herkunft, für die Menschen und ihr Handwerk. Nur wenige Lebensmittel werden heute noch so produziert. Das Bundesamt für Landwirtschaft registriert diese und zeichnet sie mit den geschützten Qualitätszeichen AOP oder IGP aus. Hauptbestandteil aller AOP-Produkte ist das Pflichtenheft. Darin sind die Merkmale des Produkts enthalten, die Herstellungsmethode und die Produktionszone sind festgelegt. Mit den Vorschriften werden die typischen Eigenschaften eines Produkts beibehalten und seine Verbindung mit dem Herkunftsgebiet garantiert. Unabhängige Kontrollinstanzen auf allen Stufen prüfen regelmässig, dass alles stimmt. Vom Rohstoff über die Käseproduktion bis zur perfekten Reifung. Alle AOP-Käsesorten werden zudem einer Taxation unterzogen, wobei Erscheinungsbild, Lochbildung, Teigqualität und Geschmack bewertet werden.
In der Schweiz werden über 700 verschiedene Käsespezialitäten hergestellt. Einmalige Qualitätsprodukte. So gilt heute wie damals: Schweizer Käse hat Qualität. Weil man sich jederzeit auf uns verlassen kann.