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Hand aufs Herz: Wer verschätzt sich nicht auch ab und zu bei den Einkäufen und merkt dann am Ende der Woche, dass die Zucchetti leider das Zeitliche segnen muss? Oder am Ende vom Grillabend, dass beim Kauf vom Fleisch doch etwas zu grosszügig kalkuliert wurde? Klassischer Food Waste, über den ich mich selbst jedes Mal nerve. Wie die Zahlen zeigen, bin ich aber nicht allein: Eine ganze Million (!) Tonnen Essen landet jedes Jahr im Müll – das sind hochgerechnet ca. 6,5 Milliarden Zucchetti. Aber wo kann ich denn als Einzelperson etwas dazu beitragen, dass es weniger Food Waste gibt? Ich habe mich mal schlaugemacht und drei einfache Tipps zusammengetragen.

1. Menüplan aufstellen

Klingt simpel – ist es auch! Viel zu oft kaufen wir hungrig ein und schaffen es dann nicht, alles aufzuessen. Hierzu habe ich einen einfachen, aber wirkungsvollen Tipp, und zwar von Mirko Buri, der sich den Kampf gegen Food Waste höchstpersönlich auf die Fahne geschrieben hat. Mirko betreibt in Bern das Restaurant 'Mein Küchenchef', wo er sich auf die Verwendung von geretteten Produkten konzentriert.

Er schwört darauf, sich einen Menüplan aufzustellen, aber dann nur für fünf anstatt für sieben Tage einzukaufen: "Es kommen immer mal wieder spontane Einladungen unter der Woche dazu oder man hat einfach den eigenen Hunger überschätzt: Deshalb ist es am einfachsten, nicht für die gesamte Woche, sondern für fünf Tage einzukaufen." Ich glaube, das schaffe ich.

2. Nose to Tail

Nose to Tail bedeutet, dass man als Fleischesser nicht nur die Edelstücke wie Filet und Entrecôte isst, sondern das ganze Tier verwerten kann. Wir Schweizerinnen und Schweizer sind aber fast Weltmeister im Edelstücke-Essen, sodass diese Stücke sogar importiert werden müssen, um die Nachfrage zu decken. Aber das muss nicht sein! Auch Bäggli, Schulter, Rippli etc. sind tolle Stücke, aus denen sich ein leckeres Essen zaubern lässt. Einziger Knackpunkt: die Zeit.

Mirko Buri kennt auch hier einen einfachen und doch wirksamen Tipp: zusammen kochen. "Mit Freunden zusammen einmal im Monat eine grosse Portion Fleisch schmoren, dann vakuumieren und tiefkühlen" – und schon vergeht die Zeit wie im Flug und man hat auch gleich vorgesorgt für den kommenden Monat. Win-win!

Natürlich denkt sich da der eine oder andere, dass das kochtechnisch herausfordernd ist. Aber mit dem richtigen Know-how ist beispielweise auch ein leckerer Rindsbraten kein Problem:

Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein tolles Schmorgericht.

Meine Blogger-Kollegin Gabriela kennt noch mehr Gründe, ein Nose-to-Tail-Fan zu werden.

Weitere Zubereitungstipps und Saucenrezepte für deine Second Cuts

3. Das richtige Aufwärmen

Wer Tipp eins und zwei befolgt, kann eigentlich nur noch an Tipp drei scheitern: dem richtigen Aufwärmen. Denn alles Vorkochen und Planen nützt nichts, wenn man seinen Teller aus der Mikrowelle nimmt und dann merkt: Igitt, das ist zäh und ungeniessbar!

Auch hier ist der Tipp vom Koch – so simpel wie wirkungsvoll: Fleisch immer in der Sauce kurz erwärmen. Warum? Damit bleibt das Fleisch schön saftig und vor allem wird es schonend erwärmt. Die Mikrowelle passt vielleicht für anspruchsloses Gemüse oder eine Schale Suppe: Aber Fleisch ist da schon etwas kritischer. Damit müsst ihr eure Resteverwertung nicht mehr als Menü zweiter Klasse anschauen, sondern könnt nochmals genauso schlemmen wie am Vortag – mmh!

Was tust du gegen Food Waste? Gibt es Tipps, die ich vergessen habe? Lass es mich in den Kommentaren wissen – ich bin gespannt!

In Zusammenarbeit mit

Christine D.
17. Feb 2020
Reste

 

Ich habe Glück, mein Mann isst alles geschmorte Fleisch in der Sauce kalt mit Brot oder Zopf. Ich esse nicht mehr viel Fleisch so gibt es bei uns nicht viel Fleisch 

Christoph B.
20. Feb 2020
Dem Essen sollte man die Würde antun: No Food Waste.

Den Kampf gegen Food Waste! Da bin ich absolut dafür. Leider wird man in den grösseren Lebensmittelläden dazu verleitet die Edelstücke vom Fleisch zu nehmen. Und jedes Mal greife ich mir an den Kopf: so viele edle Nierstücke und Filets auf einem Haufen im Kühlaggregat. Das ist nur der kleine Teil vom gesamten Tier... Was ist wohl mit dem Rest passiert? Und dann die grosse Frage: Darf ich die Aktion unterstützen und mir eines kaufen? Oder sollte man es eben boykottieren, obwohl es ein günstiges Angebot ist?

Um etwas gegen Food Waste zu tun, versuche ich bei Möglichkeit auch kleine Gemüse- und Fleischabschnitte, die während des Rüstens/Zubereiten anfallen, aufzubewahren (z.B. Einfrieren). Damit lässt sich eine nette Gemüse- oder Fleischbouillon zubereiten!

Und das alte Brot, ja da lohnt es sich dieses aufzubewahren: Brotauflauf, Crouton, "Brotbrösmeli", Brotknödel, ...

 

Herzlichen Dank für den Beitrag.

Lieber Gruss

Christoph

StadtLand-Redaktion

Hallo Christoph – puh, ja das mit den grossen Portionen ist zum Teil wirklich ein Problem, vor allem, wenn man alleine wohnt! Hier hilft wohl nur einfrieren oder kreatives Weiterverwenden… Und nicht zu wählerisch sein, dass es dann halt denselben Geschmack in verschiedenen Variationen über eine Woche hinweg gibt. ;-)

Leider ist die Zubereitung des "ganzen Tiers" wirklich nicht mehr so "in"… Aber zum Glück sind ja alte Trends wieder am Aufleben: Hoffentlich ist das auch bei Schmoren & Sieden so und wird bald trendy!

Ich wünsche dir weiterhin gutes Gelingen beim Kampf gegen Food Waste,

Gioia

Rolf M.
19. Feb 2020
Wegwerfen geht gar nicht

Ich schreib mir einen Einkaufszettel. Und der wird dann auch eingehalten. Und was wir essen, besprechen wir meistens nach dem Nachtessen für sechs Tage. Gemüse, das weniger gut lange aufbewahrt werden kann, kaufen wir auf dem Nachhauseweg ein.

Bleibt etwas über, dann wird das zu einem anderen Menü und mit Fantasie verwertet. Ich bin einigermassen stolz darauf, dass wir eigentlich nie Resten haben, die weggeworfen werden müssen.

StadtLand-Redaktion

Lieber Rolf – toll, dass ihr euch das Thema Food Waste so zu Herzen nehmt! Es sind meist wirklich die einfachen Gewohnheiten, die am Schluss die grösste Wirkung zeigen.

Danke Dir und weiterhin "gutes Verwerten" wünscht Gioia

Raffael M.
19. Mar 2020
Resteverwertung

Habe einen kleinen Sack im Tiefkühler, in den ich all meine Fleischabschnitte und Resten vom Aufschnitt reinwerfe und einmal in Monat mache ich einen schönen Hackbraten und lasse die Reste durch den Fleischwolf.

Das gleiche mache ich mit Käse.. Das gibt dann einfach Reibkäse für pasta statt Hackbraten ;) Und das Ganze ist auch mit Früchten möglich! Ich habe auch da einen kleiner Sack und wenn was übrig bleibt, dann kommt das in den Tiefkühler und im Sommer mache ich mir einen Smoothie daraus. Der Vorteil daran: Die Vitamine und der Geschmack bleiben fast gleich nach dem Auftauen. Nur die Konsistenz ist nicht mehr so schön, was aber bei einem Smoothie keine Rolle mehr spielt. Und ausserdem ist der Smoothie mit einem Teil gefrorenen Früchten auch direkt schön kalt und man benötigt kein Eis. Und Abfall hat man auch keinen mehr :D

Veronika S.
08. May 2020
Immer die Andern

Also das mit dem Wegwerfen ist doch so, dass es niemand macht. Genau wie zur Anfang Corona niemand gehamstert hat.

Gestern habe ich in einem Hofladen gelesen, dass sie das alte Brot nicht mehr annehmen können, weil es einfach zu viel ist. Ich war rat- und sprachlos.

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