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Zurzeit gilt immer noch: Wer zu Hause bleiben kann, tut das. Warum fällt vielen von uns das eigentlich so schwer? Vermutlich ist es wie bei vielem: Sobald man etwas muss, lehnt man sich dagegen auf. Denn eigentlich ist Zeit zu Hause zu haben ja etwas Positives. In der Zeit des Lockdowns habe ich mich aber zeitweilig richtig "eingesperrt" gefühlt, fast wie in einem Käfig. Die Entscheidung, wann ich rausgehen durfte, hing nicht mehr nur bei mir. Ich habe mich deshalb ein bisschen schlaugemacht, wie das in den Ställen der Schweiz aussieht: Wie viel Platz bleibt unseren vierbeinigen Freunden tatsächlich? Und dürfen die eigentlich auch raus?

Beim Tierschutz sind wir streng.

Die Schweiz geniesst international einen sehr guten Ruf, was die Tierhaltung betrifft. Wir haben das strengste Tierschutzgesetz der Welt und können uns dank funktionierender Kontrollen auch auf die Aussagekraft von Labels verlassen. Aber was heisst das eigentlich konkret? In der Schweiz gibt es zwei Programme, die eine naturnahe und tiergerechte Nutztierhaltung unterstützen sollen. Diese werden vom Bund subventioniert und tragen die sehr wohlklingenden Namen "RAUS" und "BTS". Es wundert mich nicht, dass dies nicht sonderlich bekannt ist: Darunter kann man sich echt auch wenig vorstellen.

"RAUS" und "BTS" – was heisst das genau?

"RAUS" ist die Abkürzung für "Regelmässiger Auslauf im Freien". Das ist schon zugänglicher und hier schneiden unsere Landwirtschaftsbetriebe echt super ab: 85,6% der Betriebe nehmen an diesem Programm teil und verpflichten sich damit für mehr Verantwortung gegenüber dem Tier. "BTS" bedeutet "besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme" und hier dabei sind über 50% aller Nutztiere. Das klingt schon mal löblich, aber was das genau bedeutet, ist noch ziemlich vage. 
 

Deshalb habe ich das für euch recherchiert: Das RAUS-Programm garantiert eine Tierhaltung, bei der sich die Tiere frei auf der Weide oder in einem Laufhof bewegen können, im Sommer wie im Winter. Im BTS-Programm werden Tiere in Gruppen gehalten, Rinder und Schweine bewegen sich in einem Laufstall mit viel Licht und verfügen über eingestreute Liegeflächen. Tageslicht? Auslauf? Das war für mich eigentlich absolut selbstverständlich … Ist es aber nicht. Ich habe mal nachgeschaut, mit welchen Dimensionen wir hier rechnen, und die Schweiz ist einmal mehr ein Sonderfall: Denn Regelungen zu Höchstbeständen verhindern bei uns eine industrielle Massentierhaltung. Bei den Legehennen zum Beispiel sind bei uns maximal 18'000 erwachsene Tiere pro Betrieb erlaubt. Das klingt nach echt viel, aber haltet euch fest: Nur schon bei unserem Nachbarn Deutschland gibt es Betriebe mit bis zu 600'000 Hühnern! Wie da noch genügend Platz sein soll … Das kann ich mir kaum vorstellen.

Beim Einkauf: auf Schweizer Herkunft achten

Für mich ist deshalb einmal mehr klar: Ich achte beim Kauf tierischer Produkte strikt auf die Herkunft. Wenn ich selbst nicht nur eingesperrt sein will, dann soll das auch für meine vierbeinigen Freunde gelten. Und es geht mir selbst jedes Mal das Herz auf, wenn ich die Kühe meines Nachbars sehe, wenn sie das erste Mal im Jahr auf die Weide dürfen. Schön zeigt und erzählt das auch StadtLand-Bloggerin Fanny in ihrem Post über den ersten Alpsommer ihrer Kühe. Genauso freue ich mich, wenn wir hoffentlich bald wieder unbeschwert RAUS dürfen! Wie geht es euch dabei? Habt ihr die Quarantäne ohne mit der Wimper zu zucken überstanden oder habt ihr euch auch danach gesehnt, endlich wieder unbeschwert nach draussen zu dürfen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!
 

Erfahre mehr …

zur Tierhaltung und Tiergesundheit

zu den strengen Tierschutzgesetzen für Schweizer Kühe

In Zusammenarbeit mit

Heidi G.
25. May 2020
Traurige Kühe

Ich finde ihre Beiträge sehr gut! Was mich aber stört Kühe ohne Hörner!! Hörner sind Antennen auch zur Kommunikation unter den Kühen. Schaut doch die hornlosen Kühe an, traurig schauen sie in die Welt. Die meisten Biobauern lassen den Kühen die Hörner. Demeter-Bauern bewundere ich.

Regula W.
07. Jun 2020
Unfallgefahr.

Die Hörner sind für die Bauern auch eine Unfallgefahr. Meine Mutter wurde als Schwangere von einem Kuhhorn in den Bauch getroffen. Ich möchte es jedem Bauern selber überlassen, ob er Kühe mit oder ohne Horn halten möchte.

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