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Nicht nur im eigenen Haushalt, sondern bereits bei der Produktion von Lebensmitteln können Abfälle anfallen. Zum Beispiel werden Kartoffeln, Früchte oder Gemüse aussortiert, die nicht den Anforderungen des Handels oder den Wünschen der Konsumenten entsprechen. Auch Transportverluste oder Überproduktion führen zu Verschwendung von Lebensmitteln.

Vielfältige Kulturen verhindern Verluste

Seit 2016 wohnen meine Frau und ich auf dem Château des Bois im Kanton Genf. Rund um das malerische Anwesen liegen unsere Felder, auf denen Raps, Mais, Weizen und Kartoffeln gedeihen. Weil wir verschiedene Ackerfrüchte anbauen, ist der Boden unterschiedlich gefordert und bleibt so gesund. Krankheiten wie Halmbruch in Getreide können sich so nur schlecht ausbreiten und Schaden an den Kulturen anrichten.

Weniger Abfall durch gute Organisation

Nach der Ernte legen wir grössten Wert darauf, dass die Ware schnell und frisch bei den Kunden ankommt. Wenn wir Frühkartoffeln ernten, meldet uns der Vertriebspartner am Vorabend  seinen Bedarf. Wir beginnen meist frühmorgens mit der Ernte. Erstens ist es im Frühsommer morgens noch angenehm kühl, und zweitens können wir die Kartoffeln bereits am Nachmittag liefern. Am nächsten Morgen liegen sie bereits in den Regalen der Grossverteiler. Unsere Produkte vermarkten wir aber auch selber. Das hilft uns, auf witterungsbedingte Änderungen spontan einzugehen. Ein Anruf genügt, und wir bereiten alles zur Lieferung an den Grossverteiler vor. Das erfordert eine gewisse Flexibilität, macht den Alltag aber auch sehr spannend.

Auch krumm und schief schmecken gut

Wir achten darauf, möglichst ökologisch zu produzieren. Naturprodukte sind aber nicht immer perfekt gewachsen. Leider finden sich für schiefe, kleine und krumme Kartoffeln keine Abnehmer, weil im Laden nur die Schönsten in den vorgeschriebenen Normgrössen einen Platz erhalten. Die aussortierten Kartoffeln sind genauso nährstoffreich und geschmacklich genauso gut wie die Normierten, und wir finden es sehr schade, dass natürliche Produkte solch strengen Anforderungen genügen müssen.

Schiefe, kleine, übergrosse und krumme Kartoffeln wandern bei uns auf den Tisch. Und sie schmecken fantastisch. Was wir nicht verkaufen oder selber konsumieren können, kommt bei  unseren zotteligen Tieren auf den Menüplan.  

Kartoffeln als Kuhfutter

Unsere 30 White-Galloway-Mutterkühe sind sehr genügsame Tiere und brauchen nur Weidegras, Heu oder Silogras. Wenn ich die Tiere auf der Weide besuche, sind sie zutraulich und kommen zu mir. Vor allem, wenn ich einen gelben Kessel in der Hand halte! Die Tiere wissen aus Erfahrung, dass darin etwas Leckeres für sie parat ist. Beispielsweise die kümmerlichen Kartoffeln, die sonst keiner will. So bekommen die Kühe ihren Energiesnack, und für uns ist dies ein guter Weg, um auch den letzten Rest unserer Ernte zu verwerten.

Lust auf einen Einblick in unser Hofleben? Hier geht’s zum Video

Lust auf Kartoffeln? Hier findest du viele feine Rezepte.

 

Bildnachweis:
Headerbild: landwirtschaft.ch/ Sonja Rüeger
Süsskartoffeln: David Eppenberger

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