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Œuf, Œuf, que lac je? – An diese geistreiche Eins-zu-eins-Übersetzung von "Ei, ei, was seh ich?!" muss ich immer denken, sobald ich ein Ei sehe. Also oft, denn ich mag Eier. Und jetzt um Ostern komme ich voll auf meine Kosten, denn gefärbte Eier und Eierspeisen dürfen nicht fehlen. Aber wieso eigentlich?

Uraltes Brauchtum

Strausseneier wurden schon vor Zehntausenden von Jahren als Wasserbehälter verwendet. Und weil der Mensch immer schon von Kreativität getrieben war, wurden diese mit geritzten Mustern oder mit Farbe verziert. Die ältesten dekorierten Eierschalen – von denen wir Kenntnis haben – sind Tausende Jahre alt und stammen aus der vorchristlichen Zeit. Dekorierte Eierschalen waren auch beliebte Grabbeigaben bei den Sumerern und Ägyptern. All diese Eier haben aber noch nichts mit Ostern zu tun. Diese Verbindung kommt bei den frühen Christen zustande. Diese bemalten Eier rot, um an das Blut Jesu zu erinnern. Wir erinnern uns: Ostern ist die jährliche Gedächtnisfeier zur Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Bald schon gelten Eier als Symbol der Auferstehung. Im 12. Jahrhundert wurde von der katholischen Kirche gar eine Eiersegnung eingeführt, um die Dankbarkeit für dieses wertvolle Nahrungsmittel auszudrücken. Im 13. Jahrhundert fasste die Tradition, zu Ostern Eier zu färben, langsam auch in unseren Breitengraden Fuss. Später kam dann der Brauch hinzu, bunte Eier für die Kinder zu verstecken. Nach der entbehrungsreichen Fastenzeit muss es für die Leute ein Riesenspass gewesen sein, diesen Powerfood zu bemalen, zu verstecken und zu verschenken. Und wie wir alle wissen, hat sich der Brauch bis heute gehalten und macht auch heute noch Freude.

Drei Tipps zum Umgang mit Eiern

Beim Umgang mit Eiern in der Küche sind viele Leute verunsichert - Stichwort Salmonellen. Da Schweizer Legehennen aber offiziell den Status "salmonellenfrei" haben und das auch regelmässig kontrolliert wird, muss man sich eigentlich keine Sorgen machen. Übrigens: Der Inhalt eines frischen Eis eines gesunden Huhnes ist keimfrei. Zudem besitzen Eier einen ausgeklügelten Selbstschutz. In den ersten 21 Tagen ab Legedatum können sich Keime fast nicht vermehren. Wenn du mehr über diesen Selbstschutz erfahren möchtest, klicke hier.

Mit diesen drei einfachen Regeln hast du aber ohnehin alles im Griff:

Regel Nr. 1: Kühl, aber nicht kalt lagern

Die Eierschale ist porös und lässt daher Fremdgerüche durch. Eier sollten daher besser nicht neben Zwiebeln, Käse oder Salami gelagert werden. Am besten werden Eier in der Verpackung an einem kühlen, aber nicht kalten Ort gelagert. Das kann ein Keller, eine Vorratskammer oder eines der wärmeren Abteile im Kühlschrank sein. So sind sie auch noch nach Wochen geniessbar. Übrigens: Die beste Geschmacksentwicklung weisen Eier 7 bis 14 Tage nach Legedatum auf.

Regel Nr. 2: Hände weg und Hände waschen

Das Äussere des Eis sollte nicht mit dem Inneren des Eis in Kontakt geraten. Da die Finger zunächst die Eierschale berühren, gilt: Finger weg von Eigelb und Eiweiss und leere Eierschalen nicht mit dem Finger ausstreichen! Die Eier erst nach dem Händewaschen weiterverarbeiten. Generell gilt in der Küche: Vor und nach dem Arbeiten mit rohen Lebensmitteln immer die Hände waschen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Fleisch, Eier oder Gemüse handelt.

Regel 3: Frische Eier für Roh-Verwendung

Bei der Zubereitung von Roheierspeisen (zum Beispiel Tiramisu oder Mayonnaise) dürfen nur ganz frische Eier verwendet werden. Roheierspeisen müssen kühl gelagert und möglichst frisch konsumiert werden.

Der ultimative Frischetest

Auf den meisten Eiern ist ein Datum aufgedruckt. Kann man dieses nicht gut lesen oder hat es gar kein Datum, zum Beispiel, wenn man die Eier frisch ab Hof gekauft hat, hilft ein Frischetest weiter. Solche Tests gibt es verschiedene. Ich finde diesen ganz praktisch: Nimm ein breites und hohes Glas und füll es mit kaltem Wasser. Nun legst du das Ei hinein und beobachtest, was passiert:

  • Bleibt das Ei am Boden liegen, ist es sehr frisch.
  • Richtet es sich komplett auf und behält es dabei Bodenkontakt, ist es ca. 3 Wochen alt. Für die warme Küche ist es somit noch bestens geeignet.
  • Schwimmt es ganz nach oben, ist es mindestens 6 Wochen alt. Bevor du das Ei entsorgst, solltest du ihm noch eine Chance geben: Riecht das aufgeschlagene Ei unauffällig und sieht es ganz normal aus, kannst du es noch für die warme Küche verwenden. Kommt dir irgendetwas am Ei ungewöhnlich vor, entsorge es lieber.

Natürlich Schweizer Eier

Wer tierische Produkte konsumiert, sollte dies mit Bedacht und einem gewissen Bewusstsein für die Produktion des Produkts tun. Beim Kauf von Eiern lohnt es sich enorm, auf die Herkunft zu achten. Denn in der Schweiz wird viel Wert auf das Tierwohl gelegt. Darum haben es die Hühner hierzulande besser als anderswo: Bereits drei Viertel der Legehennen geniessen Auslauf auf die Weide und über 90 Prozent der Hennen legen ihre Eier in tierfreundlichen Ställen mit gedecktem Auslauf. Das zeigt die Statistik des Bundesamtes für Landwirtschaft. Wer mehr zum Thema erfahren möchte, wird auf www.gallosuisse.ch fündig.

Eier-Rezepte für Ostern

Ein Klassiker: Gefüllte Eier
Sooo schnusig: Hasen-Toast zu Frühlingssalat
Mit Wow-Effekt: Marmorierte Eier mit Randen-Kresse-Schaum
Klein & fein: Spinat-Ei-Körbchen
Einfach nur mmmh: Zitronen-Tiramisu

Weitere Rezepte, Tipps und Tricks rund um Ostern und Ostereier findest du auf unserer Oster-Spezialseite.

Ä Guete!

Sandra fürs StadtLand-Team

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