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Im Sommer können meine Frau und ich mit unserem Team sprichwörtlich die Früchte unserer Arbeit ernten. Als Beerenproduzenten sind wir täglich und das ganze Jahr über um die Gesundheit unserer Beeren besorgt, denn kranke Beeren will niemand.

Nützlinge gegen Schädlinge

Wir setzen oft Nützlinge in den Kulturen ein. Sie sollen den Schädlingen zu Leibe rücken. Ein Beispiel ist der Einsatz von Raubmilben in den Erdbeeren. Diese Massnahme hat allerdings ihren Preis und funktioniert leider nicht immer. Wenn es wie im letzten Jahr sehr heiss ist, sitzen die Raubmilben – unsere Nützlinge- unten in der Pflanze, im kühlen „Keller“ sozusagen. Die zu bekämpfenden Spinnmilben leben lieber im oberen Teil der Pflanze. Sie haben es gerne warm. Wenn das Klima jedoch stimmt, erzielt die Methode mit den Nützlingen einen beachtlichen Erfolg.

Backpulver gegen Pilze

Andere natürliche Helfer sind beispielsweise Rapsöl gegen Schädlinge oder Backpulver gegen Pilze auf den Erdbeeren. Um die Pflanzen zu stärken, setzen wir auch Algenextrakte ein. Es ist bei den Pflanzen so wie bei uns: Wir versuchen, möglichst gesund zu bleiben. Sobald wir oder eben die Pflanze geschwächt sind, haben Schädlinge oder Pilzkrankheiten ein leichteres Unterfangen.

Mehltau ist tückisch

Es gibt Situationen, in denen wir ohne synthetische Pflanzenschutzmittel nicht weiterkommen. Der Mehltau beispielsweise ist eine Pilzkrankheit, welcher die Erdbeeren befällt. Sie sehen dann aus wie mit Puderzucker bestäubt. ab. Wenn die klimatischen Bedingungen stimmen, vermehrt er der Mehltau wie ein Lauffeuer. Um das Risiko eines Befalls zu minimieren, behandeln wir die Pflanze vorher mit einem Antipilzmittel. Dieses stört den Pilz, ohne die Pflanze selber oder die Nützlinge zu beeinträchtigen.

Strenge Auflagen beim Pflanzenschutz

Beim Pflanzenschutz müssen wir strenge Auflagen erfüllen. Es gibt Vorschriften, die uns sagen, welche Produkte wir wie häufig einsetzen dürfen und mit welcher Dosierung. Wenn sie in den Verkauf kommen, dürfen unsere Beeren keine Rückstände aufweisen. Das kontrollieren das kantonale Labor und die Abnehmer mehrmals pro Jahr.

Die Auflagen für den Pflanzenschutz werden von Jahr zu Jahr schärfer. Wir begrüssen diese strengeren Richtlinien, denn wir sind ohnehin bestrebt, möglichst wenige Applikationen zu machen. Wir versuchen es zuerst stets mit alternativen Methoden, greifen aber auf Pflanzenschutzmittel zurück, die wir als Notmassnahme dann anwenden können, wenn nichts anderes mehr hilft.

Wenn wir die Richtlinien nicht einhalten würden und somit dem Grossabnehmer nicht mehr abliefern könnten, würden wir an einem Tag auf 7 bis 9 Tonnen Früchten sitzenbleiben. Wir wären schlicht nicht in der Lage, sie alle selber zu essen. Spass beiseite! Es wäre nicht nur ein wirtschaftlicher Verlust für unseren Betrieb, wir würden bereits auf dem Feld eine Menge Food Waste produzieren. Die Beeren müssten importiert werden, und über die Art und Weise der Produktion im Ausland haben wir kaum Einfluss. Wir stehen voll und ganz hinter der Produktionsweise unserer Beeren. Und zeigen sie auch gerne: Wer also auf unserem Betrieb vorbeikommen möchte, ist herzlich willkommen!

Bildquellenangaben:
Bild 2: Andermatt Biocontrol AG

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