Menu
Suchen
schliessen
Navigation schliessen
Zurück

Sauerkraut, naja, das kannte ich von meiner Oma und von der Metzgete auf dem Landgasthof. Ganz ok, zwischendurch, aber irgendwie von gestern. Ausserdem kann man es niemandem unter zwölf Jahren auftischen. Welcher Kindergaumen verträgt schon Saures (ausser in Form von Sauerschlangen im Zuckertaumel)!?

Nach einer überraschenden Recherche und einem Interview mit einem Schweizer Sauerkraut-Produzenten bin ich schlauer geworden. Denn das habe ich herausgefunden: Sauerkraut ist echter Superfood! Gesund, genial und dazu noch günstig. Es vereint all das, was moderne, gesundheits- und umweltbewusste Esserinnen und Esser suchen. Es hat fast keine Kalorien (19 kcal pro 100 Gramm Sauerkraut), ist reich an Ballaststoffen und kann als Low-Carb-Beilage punkten.

Was für ein grossartiger Chabis!

Sauerkraut ist ganzjährig verfügbar. Dank seinen Milchsäurebakterien unterstützt es die Darmflora und kann so das Immunsystem stärken. Darüber hinaus versorgt uns das Powerkraut mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen.

Wegen all der Vorzüge reizt es mich nun aber, neue Sauerkraut-Variationen auszutesten. Ich gebe meiner Familie Saures – so mild wie nur möglich! Im Internet finde ich dazu überraschende Rezepte: Pizzas, Hotdogs, amerikanische Reuben-Sandwiches, asiatische Sweet-and-Sour-Gerichte, ungarisches Gulasch, alle mit Sauerkraut.


Süss-saurer Genuss mit Honig-Jogurt-Sauce

Versuch Nummer 1 – knusprig gebackene Sauerkraut-Schinken-Sterne mit Pizzateig – hat Erfolg: Sogar die Kinder beissen mehrfach herzhaft zu! Das muss an der Zugabe von Sauerrahm und Käse liegen.

Versuch Nummer 2: Ich wage mich an rohen Sauerkrautsalat heran. Dafür mische ich Honig, Jogurt, geriebenen Apfel und Baumnüsse mit dem Kraut. Auch das schmeckt erfrischend, raffiniert und nie so sauer wie befürchtet.

«Sauerkraut hilft, das Fondue zu verdauen. Es gibt ihm Raffinesse.»

David Dreyer, Sauerkrautproduzent

 

Geheimtipp vom Berner Produzenten

Als Nächstes will ich es unter ein Käsefondue mischen. Diesen Tipp gab mir David Dreyer, ein traditionsreicher Schweizer Sauerkrautproduzent in der 4. Generation: «Das Sauerkraut hilft, das Fondue zu verdauen. Es gibt ihm Raffinesse», sagt der Fachmann von der Dreyer AG in Gerolfingen BE – ein Berner also – und fügt hinzu: «Suurchabis überzeugt längst nicht nur auf einer Berner Platte.»

Wie setzt du Sauerkraut ein? Ich freue mich über Tipps und eure Berichte. Gestern Abend habe ich es übrigens spontan und genüsslich mit Raclette kombiniert. Anstelle Anstelle von Silberzwiebeln. Mal was Neues.

Diese Tipps und Tricks machen dich zum Sauerkraut-Insider:

  • Zahnstocher-Trick: Spare dir das Abwaschen. Stecke einen Zahnstocher durch einen Beutel mit Sauerkraut, lass den Stocher drin, koche den Beutel in einem Topf mit Wasser. Das Kraut gart im eigenen Saft, der Topf bleibt sauber.
  • «Sweet and Sour»-Kombi: Die Verbindung Süss und Sauer ist immer raffiniert. Lösche Sauerkraut darum mit Apfelsaft ab. Kombiniere es mit Trauben, Birnen- oder Apfelstücken.
  • Individuell gesäuert: Schmeckt dir das Sauerkraut zu sauer? Drücke seinen Saft vor dem Kochen gut aus. Oder schwenke es in einem Sieb unter fliessendem Wasser ab. Nicht zu lange, sonst spülst du die Vitamine fort.
  • Restenfest: Sauerkraut-Reste kannst du gut mit Pasta oder Kartoffeln kombinieren, zum Beispiel in Gratins. Sauerrahm passt gut dazu.
  • Foodwaste vermeiden: Reste kannst du für später einfrieren.
  • Geschmackssteigerung: Ab September ist jeweils das rohe Sauerkraut im Handel. Zunächst schmeckt es noch mild, mit der Zeit wird es dann aromatischer/kräftiger.

 

Hier findest du viele Rezepte mit Sauerkraut - von der klassischen Berner Platte über raffinierte Sauerkrautsüppchen und wärschafte Sauerkraut-Schinkenrollen bis zum Sauerkraut-Kürbis-Pie.

 

Sauerkraut selber machen

Hast du schon einmal selber Sauerkraut gemacht? Nein? Dann wäre jetzt der Moment. Denn traditioneller Weise legt man sich im Herbst einen Vorrat für den Winter an. Das Grundprinzip ist ganz einfach: Weisskohl fein hobeln, mit viel Salz in einen speziellen Gärtopf geben und gut kneten oder stampfen. Topf verschliessen und Kraut 4 bis 6 Wochen gären lassen. Fertig. Rezepte und Videoanleitungen gibt es im Internet.

Christoph B.
30. Okt 2018
Ein Gemüse zum käsigen Fondue: Hurra!

Hallo Gabriella.

Danke für deinen herbstlichen Beitrag. Normalerweise freue ich mich gar nicht aufs Fondue oder Raclette, da diese Gerichte mir einfach zu schwer im Magen liegen. Und für mich als Gemüseliebhaber fehlt etwas Essentielles bei diesen Mahlzeiten. Aber mit Ihrem Hinweis (bzw. dem von Herr Dreyer) diese Käsegerichte mit Sauerkraut zu kombinieren hat meine Meinung etwas geändert: Ich freue mich darauf diese Kombinationen zu probieren!

Gruess

Christoph

StadtLand-Redaktion

Lieber Christoph
Schön, dass Dir der Tipp künftige Fondue- oder Raclette-Gerichte bereichern kann. Kürzlich hatte ich eine grosse Runde von Gästen mit Raclette und Sauerkraut bewirtet. Alle waren überrascht – und mochten die neue Kombination. Tatsächlich liegt einem der Käse danach nicht im Magen.
Beste Grüsse, Gabriela

Josefine B.
06. Nov 2018
Sauerkraut zum Raclette

Meine Freundin Pia hat mir erzählt, dass sie rohes Sauerkraut immer zum Raclette serviert, danach gibt es keinen schweren Magen. Dieses Rezept geniesse ich nun schon fast 20 Jahre!!

Sauerkraut ist super!

StadtLand-Redaktion

Liebe Josefine
Du hast Glück, dass dieser «Geheimtipp» schon früher bei dir angekommen ist. Ich wünsche «en Guäte!».
Gabriela

Erich W.
06. Nov 2018

Ich liebe Kohl Gemüse wie Sauerkraut!

StadtLand-Redaktion

Lieber Erich
Kohl hat es in sich, in jeder Form. Und bei den meisten Leute polarisiert er: Entweder man mag ihn nicht oder – man liebt ihn!
Liebe Grüsse, Gabriela

Konrad S.
06. Nov 2018
Sauerkraut, klassisch heiss geliebt seit Kindsbeinen

Wie bitte? Sauerkraut gehörte schon lange vor meinem 12. Geburtstag zu meinen Favoriten auf dem Teller. Und zwar klassisch: lange geschmort mit Wachholderbeeren, Rollschinkli, Schüfeli, Speck oder Blut- und Leberwurst und Salzkartoffeln. Aufgewärmt ein paar Tage später schmeckt(e) es mir noch besser. Heute liebe ich das Sauerkraut auch roh, unpasteurisiert (!) als Salatbeilage. Gesünderes gibt es wohl kaum für die Wintertage.

StadtLand-Redaktion

Lieber Konrad
Schön, dass du Sauerkraut schon von klein auf magst. Mir ist auch aufgefallen, dass es aufgewärmt noch besser schmeckt. Erstaunt hat mich vor allem, wie gut es eben auch roh schmeckt – und in der Rohform hat es eindeutig den besten Gesundheitseffekt.
Beste Grüsse! Gabriela

 

Sylvia E.
08. Nov 2018
Auswaschen

Um die Säure zu reduzieren Sauerkraut gut auswaschen

StadtLand-Redaktion

Liebe Sylvia
Danke für diesen Hinweis. Auswaschen hilft, allerdings schwemmt man damit auch einen Teil der Vitamine weg.
Liebe Grüsse, Gabriela

Ilse U.
06. Nov 2018
Auch Kinder lieben mein Sauerkraut

Das Sauerkraut ausdrücken, den Saft auffangen. Mit einer Zwiebel und Konoblauch so lange andünsten bis es hellbraun wird. Einen Apfel dazu reiben. Den Saft dazu leeren und mit Honig süssen, es darf ziemlich viel Honig sein, so dass es nicht mehr suaer ist.

StadtLand-Redaktion

Liebe Ilse
Danke für diesen Tipp. Das klingt lecker.
Liebe Grüsse, Gabriela

Weitere Posts aus dieser Rubrik
schliessen
Dem Blog folgen

Gerne informieren wir dich per Mail über neue StadtLand-Posts. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

schliessen
Anmeldebestätigung

Hallo %s

Wir freuen uns, dich als neuen Abonnenten willkommen zu heissen.
Der Anmeldeprozess ist nun komplett abgeschlossen.